Ich bin nicht depressiv,
ich bin einfach nur so furchtbar traurig,
weil ich mich von so vielem verabschieden muss.
Es ist, als ob die Welt, die ich einst kannte,
langsam verblasst.
Jeder Abschied hinterlässt eine Lücke,
und ich wünschte,
ich könnte die Zeit zurückdrehen,
um all die verlorenen Momente erneut zu erleben.
Mich quält der Gedanke,
dass ich das Jetzt noch nicht akzeptieren kann,
diesen neuen Lebensabschnitt,
der so fremd und unerforscht vor mir liegt.
Ich fühle mich verloren in einer Zeit,
die gnadenlos voranschreitet.
Ich sehne mich nach Halt und vertrauten Wegen,
doch ich bin gezwungen,
voranzuschreiten und das Alte hinter mir zu lassen.
Was mich zusätzlich bedrückt,
ist die Wut, die in mir aufkocht.
Eine Wut, die scheinbar die Falschen trifft,
jene, die es gut mit mir meinen.
Die Frage "Haben Sie gut geschlafen",
löst eine Welle des Zorns in mir aus,
weil ich die halbe Nacht wach lag,
und überlegte, wie ich diese Traurigkeit
bewältigen kann.
Ich fürchte, meine Ungeduld, mein Frust
trifft die Falschen,
sie verdienen das nicht,
aber manchmal bin ich unfähig,
diese Gefühle zu kontrollieren.
Und dann ist da noch dieses bedrückende Gefühl,
dass viele in meiner Umgebung
nur des Friedens willen handeln.
Es scheint oft,
als ob sie einfach nur ihre Ruhe haben wollen,
indem sie das tun, was sie glauben,
tun zu müssen.
Ihre Gesten und Worte wirken mechanisch,
zu routiniert, und ich frage mich,
ob es wirklich von Herzen kommt oder
ob es nur eine Fassade ist,
um den alltäglichen Frieden zu wahren.
In all dem Schmerz und der Verwirrung
wünsche ich mir,
dass meine Gefühle verstanden werden.
Ich brauche keine Lösungen oder Ratschläge,
vielleicht brauche ich einfach jemanden, der zuhört.
Menschen, die bereit sind, in meiner Traurigkeit
und Unsicherheit bei mir zu sein.
Vielleicht ist es nicht die Zeit,
die mir hilft, sondern die Gegenwart von jenen,
die bereit sind, diesen Weg mit mir gemeinsam zu gehen.
…
Gefühle eines Menschen,
dem ich zuhöre,
dabei lerne ich auch viel über mich selbst,
und dass wohl der größte Schmerz die Trennung ist,
die Trennung vom Gestern, von dem was war oder
was hätte sein können.
Wer sich gesehen und gehört fühlen möchte: ich bin da.
Als Zuhörerin, Begleiterin und MUTweckerin auf Zeit.
© Manuela Engel-Dahan
WALDphilosophin | WORTbotschafterin | MUTweckerin |
Selfcare-Coach | Gründerin MUTmachSALON |
Autorin "Freigeistige Waldgedanken"
Im Wald gefühlt. Ins Leben geschrieben.
#FormYourWorld # MUTmachSALON #FreigeistigeWaldgedanken
Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.