Ist es nicht beachtlich, welche Botschaften uns die Natur manchmal zeigt?
Mir ist die Acht heute begegnet – ganz unmittelbar, mitten im Wald.
Und sie hat mich erinnert an die besondere Bedeutung dieses Tages.
8. Tag.
8. Monat.
Und auch das Jahr schenkt uns im Kurzmaß die dritte Acht:
zwei und sechs vereint.
Drei Achten.
Drei Schleifen der Unendlichkeit,
ineinander gewoben,
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbindend.
Ein Dreiklang der Fülle.
Ein Resonanzraum der Verdopplung und Vervielfachung.
Mit Acht-samkeit in die Resonanz.
Achtung vor dem Moment.
Nicht aus Angst,
sondern aus heiliger Ehrfurcht.
Nicht fürchten,
sondern ehren.
Den Augenblick achten als das, was er ist:
ein unwiederholbarer Teil unseres Lebens.
Achtung.
Acht-samkeit.
Be-acht-ung.
Hoch-acht-ung.
Wie viel Bedeutung sich um diese eine Silbe versammelt.
Vielleicht erinnert uns die Acht gerade deshalb daran, genauer hinzusehen:
auf das, was wir denken,
auf das, was wir fühlen,
auf das, was wir in die Welt tragen.
Was wir heute denken,
wird ins Lebensbuch geschrieben.
Aus Gedanken werden Worte,
aus Worten können Taten entstehen.
Was wir heute fühlen,
schwingt als Partitur durch unsere Zellen.
Die Acht ist mehr als eine Zahl.
Sie ist die liegende Schleife des Lebens,
der ewige Fluss zwischen Impuls und Wirkung,
zwischen Geist und Materie,
zwischen Innen und Außen,
zwischen dem, was war,
und dem, was werden darf.
Vielleicht ist es kein Zufall,
dass Menschen der Acht seit Jahrtausenden
Bilder von Weg, Fülle, Neubeginn
und Unendlichkeit anvertrauen.
Heute ist ein Tag des Vorausfühlens.
Nicht nur auf das Gute hoffen,
sondern die Dankbarkeit für das Gelungene
schon jetzt im Herzen tragen.
Das Licht der Zukunft
in die Gegenwart ziehen,
bevor es sichtbar wird.
Und auch das ehren,
was nicht so ausging,
wie wir es erhofft hatten.
Nicht mehr daran zerren.
Nicht darüber richten.
Sondern es
mit einer neuen Behutsamkeit tragen.
Als Erfahrung.
Als Teil unseres Weges.
Vielleicht sogar als etwas,
dessen Sinn sich erst später zeigt.
Ich achte auf meine inneren Bilder,
denn sie sind Baupläne für morgen.
Ich achte auf meine Gedanken,
denn sie geben meinem Weg eine Richtung.
Ich achte auf mein Fühlen,
denn darin beginnt Resonanz.
Nicht, weil immer alles leicht ist.
Sondern weil alles, was uns begegnet,
Erfahrung werden kann.
Weil wir nicht alles bestimmen können,
aber mitgestalten dürfen,
was daraus erwächst.
Und weil schon im heutigen Tag
ein Wegweiser für morgen liegen kann.
Heute gebe ich den guten Gedanken,
den guten Wünschen
und den guten Möglichkeiten
Raum zur freien Entfaltung.
Drei Achten als Kompass.
Ein achterlicher Rückenwind für das Gute.
Mögen wir heute gemeinsam
eine Bewegung der Zuversicht beginnen:
Acht-sam im Geist.
Kraftvoll im Fühlen.
Be-acht-lich positiv im Tun.
© Manuela Engel-Dahan
Freigeistige Waldgedanken
Bad Orb, 8.8.26
#FormYourWorld
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Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.