12. Januar 2025

Liken oder abhaken (ohne Häkchen!)

Liken oder abhaken (ohne Häkchen) Spar dir deine Kraft, kämpfe nicht gegen, kommentiere nur wofür du bist!

Liken oder abhaken (ohne Häkchen!)

Wer Provokantes kommentiert,
verpulvert sein Urteils-VERMÖGEN.

Kommentare bringen Reichweite.

Muss man beachten,
was man nicht denkt, glaubt, erträgt?

Betrachtung bringt Verstärkung.
Besonders online.
Insbesondere online.

Wenn wir entrüstet kommentieren,
dann fördern wir ein Paradoxon,
vielleicht richten wir Scheinwerfer
auf etwas, das nicht wachsen sollte?

Vielleicht verstärken wir etwas,
das wir nicht haben wollen?

Wir glauben,
wir würden aufklären,
und beweisen Urteilsvermögen,
verlagern dabei die Aufmerksamkeit.

Der Algorithmus sucht das Licht.
er hat (noch) nicht gelernt,
dass Aufmerksamkeit zwei Seiten hat?

Zustimmung und Ablehnung,
wir kriegen auf die Ohren,
was Lärm macht und lärmen selbst mit.

Wenn viel los ist,
egal wie, warum oder weshalb,
es wird gefeiert mit Veröffentlichung.

Wurde Aufmerksamkeit
zur härtesten Währung,
ist sie der heilige Gral?
Aufmerksamkeit.

Jeder Kommentar, jeder Like
eine kleine Münze für
das Urteils-, Beurteilungs- und
Verurteilungs-VERMÖGEN.

Egal mit welcher Intention,
alles rein in den Pott,
Inhalt egal,
Hauptsache die Glöckchen klingeln.
Wer den Hype mitnehmen will,
nutzt hier und da eine Kopie dessen,
was er verurteilt und
stellt seinen Kommentar
erbost voran.

Jedes Häkchen rein ins Sammelkästchen.
Wir müssen verdienen, ganz klar,
das Leben kostet Geld und
schicke Accessoires machen sich
gut auf Fotos und noch dazu Freude.
Doch wem nutzen wir,
nutzen wir uns und unserer Einstellung
oder beschleunigen wir selbst
Teufelskreis und Hamsterrad obendrein?

Ziemlich crazy.

Vielleicht muss man nicht auf
jeden Zug aufspringen?

Vielleicht sollten wir die Tasten
auch einfach ruhen lassen?

Im Netz ist „Schweigen“
vielleicht die härteste Währung,
wie ein Fels in der Brandung,
ein geschützter Hafen vor
Provokateur-Sturm und -Springflut.

Was nicht dient,
darf gehen.

Nicht nur im Netz.

In der Ruhe liegt die Kraft.

© Manuela Engel-Dahan

Mut- und Lebensberaterin
Begleiterin zu innerem Frieden und Lebensfreude

#FormYourWorld
#FreigeistigeWaldgedanken
#MUTberaterin


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— Gerhard Charles Rump (1947–2020), Kunsthistoriker und -theoretiker mit Schwerpunkt zeitgenössische Kunst; Privatdozent an der TU Berlin, Kurator, Galerist und Fotokünstler.
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