13. März 2026

Vorsicht! Geduld bedeutet nicht Duldung

Es ist Zeit für Wandlung

Geduld ist ein Warten mit Liebe auf einen gewünschten Ausgang.

Duldung ist die stille Akzeptanz dessen, was man im Grunde nicht will.

Vielleicht ist jetzt die Zeit, dass wir uns entscheiden dürfen.
Ich will nicht sagen „müssen“ oder „sollen“, denn es braucht für jeden die Freiheit im Denken, Fühlen und Handeln.

Diese Tage habe ich so viele Denk- und Gefühlsanstöße erhalten. Auch gestern Abend bei einer Session meines „Mentalen Waldbadens“. Ich möchte vermitteln, dass wir die Natur als Botschafter, Ruhepol und Ratgeber für uns und in uns aufnehmen können.

Neben der Ruhe, die wir brauchen, um uns selbst und unseren Gefühlen tiefer bewusst zu werden, ist auch der Bereich der Wirksamkeit essenziell für unser körperliches und seelisches Gleichgewicht.

Was dulden wir, weil wir nach Harmonie streben?
Was ertragen wir, weil wir Konflikte vermeiden wollen?
Was müssen wir verantworten?
Für was sollten wir einstehen?

Was können wir tun? Reicht es, seinen eigenen Platz einzunehmen? Sich dort zu platzieren, wo man sich selbst sieht und spürt: Da bin ich richtig? Was geschieht mit dem Rest der Welt, was geschieht mit den Menschen, die wir lieben?

Das sind viele Fragen. Und doch tragen sie die Antwort bereits in sich.
Mit diesen Gedanken schaue ich mir die Natur an.
Dort findet alles seinen Platz und dort kann es passieren, dass nicht jeder Samen Nahrung findet.
Vielleicht, weil er eine andere Aufgabe hat.
Vielleicht, weil der Boden noch nicht bereit war oder wir den Samen an die falsche Stelle gesetzt haben.

In der Natur gibt es keine Rechtfertigung. Ein Baum entschuldigt sich nicht für seinen Platz an der Sonne. Er drängt ans Licht, hoch hinauf, weil es sein Wesen ist. Er duldet keinen Schatten, der ihn am Wachsen hindert, aber er hat die Geduld, Jahresringe zu bilden.

Und was geschieht, wenn der Baum den Efeu duldet? Er fühlt die Insekten, er sendet Botschaften, warnt die Nachbarn. Er ist Teil eines großen Ganzen. Doch wenn er zulässt, dass der Efeu ihm das Licht raubt, wird er niedergestreckt. Warum? Vielleicht, weil er vergessen hat, rechtzeitig auf seine eigene Kraft zu hören. Vielleicht, weil er fühlt, dass seine Aufgaben erfüllt sind und er nun in die Verwandlung eintritt?

Im Wald dient selbst das Scheitern dem Neuen. Doch wir Menschen haben die Wahl: Wollen wir Nahrung für das Alte sein, das uns umschlingt, oder wollen wir der Baum sein, der seine Krone frei im Licht hält?

Ich denke an mein Leben zurück.
Zu oft habe ich aus der Sehnsucht nach Harmonie Geduld geübt und versucht, Dinge „zurechtzubiegen“. Lange habe ich das als Mitgefühl missverstanden. Ich dachte, ich müsse das, was anderen an Engagement fehlt, mit eigenem Willen ausgleichen. Doch in Wahrheit war es ein unbewusstes Zulassen von Fremdbestimmung.

Was geschieht mit den Menschen, auch jenen, die wir lieben, wenn wir aufhören zu dulden?
Sie sehen uns endlich in unserer wahren Essenz.
Echte Harmonie entsteht nicht durch das Vermeiden von Konflikten, sondern durch die Wahrhaftigkeit am eigenen Platz.

Wenn wir die Natur als Ratgeberin nehmen, sehen wir:
Alles hat seinen Platz und was nicht gebraucht wird, das ruht oder geht.

Vielleicht ist der Wandel genau das:
Die Freiheit, nicht mehr zu dulden, was uns klein hält. Aktiv werden und gleichzeitig die Liebe bewahren und dann wiederum geduldig auf das zu warten, was wirklich zu uns gehört, weil wir es durch unseren Glauben an uns selbst an uns heranführen.

Hören wir auf, das Schweigen unserer Träume zu dulden, nur um andere Geräusche im Raum nicht zu stören.

Eva, komm raus, lass uns wandeln.
Es ist Zeit für die schöpferische Kraft, die weiß, wann sie warten muss und wann sie den Raum einfordert, der ihr zusteht.

Alles hat seine Zeit und vielleicht ist jetzt der Reifegrad erreicht.

© Manuela Engel-Dahan
Waldphilosophin | Krisenwandlerin | Impulsgeberin für Mensch & Wirtschaft

#FormYourWorld #FreigeistigeWaldgedanken #Duldung #Geduld #Wandlung

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Buchbesprechung von Gerhard Charles Rump (postume Veröffentlichung, 08.08.2020) zu Freigeistige Waldgedanken – Band 1.
Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.
— Gerhard Charles Rump (1947–2020), Kunsthistoriker und -theoretiker mit Schwerpunkt zeitgenössische Kunst; Privatdozent an der TU Berlin, Kurator, Galerist und Fotokünstler.
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