Da höre ich sie wieder, die jungen Stimmen.
„Ich kann gar nichts gut.“
„Ich bin nutzlos.“
„Ich habe das gar nicht verdient.“
Es bricht einem fast das Herz.
Und dann die anderen, die widersprechen:
„Stimmt doch gar nicht.“
„Du bist klug.“
„Du kannst so viel.“
„Du bist der Klügste von uns.“
Und die anderen nicken.
Doch der Zweifel bleibt.
Es ist, als würde eine unsichtbare Stimme flüstern:
„Du spielst nur eine Rolle.“
„Gleich merkt jemand, dass du gar nichts kannst.“
Ein leiser Betrüger im Kopf.
Das Imposter-Syndrom.
Es stiehlt den Wert, den wir längst tragen,
lässt uns glauben, dass wir nicht genug sind.
Was ist passiert,
dass so viele sich selbst nicht mehr fühlen?
Dass sie ihre Gaben übersehen
und ihr Leuchten hinter einem Schleier verschwindet?
Es wirkt auf mich, als hätte Social Media
und KI uns zurückgelassen
in einer Nebellandschaft.
Ein Rhythmus, der uns längst überholt.
Ein Takt, in dem wir uns so leicht verlieren können.
Da, wo Filter wichtiger sind als Augenblicke.
Wo Klicks den Wert bestimmen,
das wahre Selbst im Schatten steht.
Und dann, mitten im Nebel, der Wald.
Hier vergleichen wir nicht.
Hier wird gefühlt und gestaunt,
und das geht wunderbar gemeinsam.
Wir lesen die Rinde,
erkennen Bilder im Holz,
nehmen Botschaften mit.
Wir pflücken Beeren, Äpfel, Birnen,
bilden Ketten durch Hecken,
tragen gemeinsam, was einer allein nicht könnte.
Und plötzlich ist Freude da.
Kleine Glücksmomente in der Natur.
Vielleicht ist das die Heilung:
Nicht durch Vergleiche messen lassen,
sondern die Lebendigkeit fühlen.
Erleben statt scrollen.
Nicht fragen: „Bin ich genug?“
sondern spüren: „Ich bin da.“
Der Wald, ein Freund,
der Lebensfreude schenkt,
uns fühlen lässt, wir sind ein Teil
des großen Ganzen,
ohne Vergleich und ohne Kritik.
Und ein leichter Wind kommt auf
und mir ist, als würde er uns streicheln
und zuraunen:
Sei nicht so streng mit dir,
du bist so, wie du sein sollst,
erinnere dich.
Manchmal reicht es,
wenn einer den anderen erinnert:
Du bist genug.
Auch das ist ein Thema im MUTmachSALON,
bei sich selbst Ankommen und am Leben erfreuen
und immer mit besonderen Impulsen aus dem Wald.
Dienstags & Mittwochs, Beginn 18 Uhr
Hauptstraße 30, Bad Orb
Und wer lieber allein in das Thema einsteigen möchte:
Es gibt auch die Möglichkeit zu individuellen Gesprächen,
verbunden mit der Waldtherapie.
Ein geschützter Raum, um sich selbst neu zu erkennen
und Vertrauen ins eigene Genug-Sein zu finden.
© Manuela Engel-Dahan
WaldPhilosophin | Entspannungstrainerin | Stress- und Burnout-Coach
Im Wald gefühlt. Ins Leben geschrieben.
Mehr Infos zu den Angeboten unter www.FormYourWorld.de
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Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.