Leuchtend liegt der Wald vor mir,
die Sonne lässt den Blätterteppich
bunt strahlen,
die Nässe bringt
schillerndes Lichtspiel dazu,
die Schatten der Bäume zeichnen
dunkle Linien ins Bild,
unterstreicht die Farbintensität
des toten Laubs,
ein großer Berg Kompost.
Da habe ich diesen Satz im Kopf,
diese Woche mehrfach gehört:
„Es sterben gerade soviel Menschen
um uns herum,
nein, ich denke nicht an COVID,
ich höre überall Krebs ...“
Das Leben ist so kurz,
Körper und Geist brauchen
gesunde Nahrung,
Lebensmittel für den Körper,
Liebesmittel für den Geist.
Ich wünsche mir,
dass wir es schaffen,
trotz dieser schwierigen und
herausfordernden Zeiten,
einander Gutes zu tun.
Mit Liebe aufweichen.
© Manuela Engel-Dahan
Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.