Es ist nicht leicht,
dem Herzenswunsch zu versagen,
wenn Erfüllung so frohlockend scheint,
wie ein strahlender Morgenhimmel in blau mit zartrosa
nach einer kalten Nacht.
Der Bauch flüstert „Vorsicht, pass auf“,
während der Kopf mit scharfen Worten
tadelt und schimpft.
In diesen Momenten stehen wir
an der Schwelle zwischen Verlangen und Vernunft,
zwischen dem, was uns lockt,
und dem, was uns wirklich nährt.
Vergrabene oder schlummernde Wünsche,
die von charmanten Verführern aufgestöbert werden,
verwandeln sich in verführerische Verheißungen.
Sie blitzen explosionsartig auf,
energetische Lichtreflexe,
die uns in eine Welt der Illusionen entführen.
In tanzenden, bunten Seifenblasen,
die im Sonnenlicht schillern,
und denn,
nicht unverhofft,
sondern Befürchtungen folgend,
früher oder später und gnadenlos zerplatzen.
Doch sie lassen uns nicht allein,
sie offenbaren uns ihr Innerstes,
die Erkenntnis, dass nicht alles,
was glänzt, auch Gold ist.
Ich sehe dich,
die Seele eingehaust in kalte Spiegel,
einstiger Schutz jetzt dein Gefängnis,
du fühlst dich nicht, willst sein wie das,
das dir gefällt, dass dich lobt und
doch bleibt es kalt, da drinnen,
nichts kann dich wirklich erfüllen,
wenn du dich dir selbst verschließt.
In der Stille des Waldes,
umgeben von frischer, klarer Luft,
finde ich den Raum, um innezuhalten.
Hier,
zwischen den Bäumen,
kann ich die Tränen über meine
eigenen Fehlbarkeit freilassen.
Sie reinigen mein Herz
und öffnen mir die Augen für die Wahrheit.
Wenn wir bereit sind,
ungetrübt und mutig
die inneren Treiber zu erkennen,
können wir heilen.
Wir dürfen uns von
den Fesseln der Vergangenheit
freisprechen und die Schatten,
die uns gefangen halten,
ins Licht bringen.
Möge die Reinigung, die wir suchen,
nicht nur eine persönliche Angelegenheit sein,
sondern ein kollektiver Prozess.
Lassen wir die Energien der Vergebung
durch unser gemeinsames Feld fließen,
damit wir die Wunden der Vergangenheit heilen
und Platz für neue Träume schaffen können.
Träume, die zu Realität werden,
wenn wir alle daran glauben,
und so handeln,
als sei freisprechende Wandlung bereits geschehen.
© Manuela Engel-Dahan
Mut- und Lebensberaterin
Begleiterin zu innerem Frieden und Lebensfreude
#FormYourWorld #FreigeistigeWaldgedanken
Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.