Ich suche so lange schon
den gesunden Menschenverstand.
Vielleicht zeigt er sich dort,
wo Selbstbewusstsein wächst,
wo die eigene Stimme zählt,
wo der innere Schatz
wieder ans Licht kommt,
weil man auch die Schwäche
und den eigenen Schatten umarmt.
Dann verlieren Schmeichler ihre Macht
und Verführer ihren Glanz.
Dann braucht es keine Schauergeschichten mehr,
weil sie an Bedeutung verlieren,
weil wir deren Fortsetzung unterbrochen haben.
Dann wird alles ruhiger,
dann erkennen wir, was zu uns passt.
Dann spüren wir,
was zu viel ist und nicht echt.
Dann lassen wir los,
was nur leere Hülle war.
Dann ist der FINDERLOHN
dass jeder den Schatz in sich selbst findet.
Der Lohn liegt dort,
wo man in sich selbst sucht.
Dort findest du ihn.
Findest du nicht?
© Manuela Engel-Dahan
Waldphilosophin und Krisenwandlerin
Impulsgeberin für Mensch und Wirtschaft
#FormYourWorld
#FreigeistigeWaldgedanken
#Finderlohn
#Skriptorium
P.S. Das Skriptorium ist ein literarischer Salon in Seligenstadt. Einmal im Monat treffen wir uns, schreiben zu einem vorgegebenen Begriff, lesen unsere Texte vor und stellen uns der Kritik. Das gestrige Motto lautete: FINDERLOHN.
Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.