Ja, wo sind sie denn,
die passenden Worte?
Irgendwie ging das schon mal schneller.
Als hätten sie sich hinter Sträuchern und Ästen versteckt.
Vielleicht sind sie auch einfach müde
und haben sich im Dickicht schlafen gelegt.
Gefühlt wie gestern
kamen sie noch förmlich
aus dem Mund geschossen.
Immer passend.
Stets auf den Punkt.
Noch ehe die Frage zu Ende formuliert war,
tanzten die Ant-Wörter bereits auf den Lippen.
Und nun?
Wort – Findungs – Störung …
Ja, wo treibt ihr euch denn herum?
Fehlt euch der Antrieb?
Habt ihr euch auch verrannt
im wilden Swipen?
Lasst ihr euch treiben
durch endlose Bilder und fremde Gedanken,
bis ihr selbst nicht mehr wisst,
wo ihr eigentlich hinwolltet?
Oder wollt ihr euch durch Abwesenheit
wieder in Erinnerung bringen?
Aber das kann dauern,
kann ich euch sagen.
Vielleicht sollten wir uns
mal wieder zusammensetzen.
Ein Buch aufschlagen.
Gemeinsam zwischen den Zeilen wandern.
Ganz ohne Wischen.
Ohne Eile.
Und schauen, wer von uns
die richtigen Worte zuerst wiederfindet.
Vielleicht sitzen sie ja längst
auf irgendeinem Ast,
lassen die Beine baumeln
und warten nur darauf,
dass es in unseren Köpfen
endlich wieder etwas stiller wird.
Manchmal kommen eher Tränen als Wörter.
Aber davon will ich heute nicht sprechen …
Ach, du meinst …
Ja, ich weiß schon, was …
Echt … ja klar!
Stimmt, gleich fällt's mir ein.
Was? Moment.
Ich komme gleich …
Es liegt mir auf der Zunge …
Erstaunlich ...
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Ganz nach Belieben.
Hauptsache, die Worte finden ihren Weg zu euch.
Vielleicht ist ja eines dabei, das euch gerade noch gefehlt hat.
© Manuela Engel-Dahan
Waldphilosophin und Krisenwandlerin
Impulsgeberin für Mensch und Wirtschaft
#FormYourWorld
#FreigeistigeWaldgedanken
Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.