Die gestrengen Wächter der Eisheiligen haben ihren Griff gelöst. Was gestern noch im Frost erstarrte, öffnet sich heute weich, wie in freudiger Erwartung, dem goldenen Licht.
Die Kälte war wie ein tiefes Atemholen vor dem Erwachen. Wenn die Strahlen die letzten starren Glieder küssen, wandelt sich die Steifheit zu beschwingtem Leben. Ein heiliger Moment des Übergangs, gepaart mit dem lauten Summen emsiger Nektarsucher.
Alles wirkt weich und gelöst, das üppige Blattwerk glitzert und funkelt, und aus dem mit Kiefernnadeln gefederten Waldboden steigt feierlich ein Frühlingsaroma empor.
Ich nehme es auf mit Augen, Nase, Mund und Ohren, und es erfüllt mich bis in die entlegenste Pore, tränkt mein Herz mit Leuchtkraft.
Danke, du wundervolle Schöpfung.
© Manuela Engel-Dahan
Waldphilosophin und Krisenwandlerin
Impulsgeberin für Mensch und Wirtschaft
#FormYourWorld #FreigeistigeWaldgedanken #Wandlungskraft
Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.