Erfahrungen sind wertvoll.
Und manchmal tun sie etwas Merkwürdiges: Sie schwächen mein Selbstvertrauen.
Wenn ich etwas gewagt habe und es nicht den gewünschten Ausgang hatte, bleibt oft zuerst der Misserfolg im Gedächtnis. Ich verknüpfe ihn mit Situationen, Orten oder Menschen. Und ich prangere mich an, weil ich nicht aufgepasst habe.
Und dann geschieht etwas Unbewusstes.
Ich beginne, meinem Bauchgefühl zu misstrauen. Ich lasse mich von Ängsten leiten.
Dann lohnt sich eine Frage:
Woher kommt die Angst gerade. Und wer oder was füttert sie jetzt?
Selbstvertrauen basiert für mich auf innerer Überzeugung.
Auf dem Gefühl, dass ich mich selbst an die Hand nehmen kann. Weil ich mit mir im Reinen bin. Weil ich mir glaube. Und weil ich meine Intuition in meine Entscheidungen mit einbeziehe.
Mein Gefühl meldet sich schnell.
Manchmal als kleines Piksen. Manchmal als Ziehen. Manchmal als Stillwerden.
Und es passiert, dass ich diese Information beiseite schiebe.
Weil ich unbedingt eine andere Entwicklung will. Weil der Wunsch so groß ist. Weil ich etwas hinbiegen möchte.
Später meldet sich dieses erste Signal zurück.
Dann, wenn ich merke: Es wurde nicht rund. Oder es ist misslungen.
Manchmal war mein Ringen nur eine Zeitverzögerung, bis das Ergebnis ohnehin sichtbar wird.
Und dann erinnere ich mich an den Anfang.
An diesen einen Moment, in dem es im Bauch gepikst hat.
Die Erkenntnis:
Ich darf mir Vertrauen schenken.
Ich kann viel erreichen, nur nicht gegen meine Intuition.
Zurück ins Selbstvertrauen.
Verstand, Vernunft und Gefühl dürfen zusammenpassen.
Für mich ist das Anbindung an mich, an mein Umfeld und an die Erde.
Ich liege richtig, wenn ich mich wirklich wohlfühle mit meiner Entscheidung.
Wenn in mir alles nach etwas ruft, frage ich nicht nach Erlaubnis.
Ich frage nach Unterstützung.
Niemand sieht aus meiner Sicht. Menschen spüren nur, ob ich mir vertraue.
Und dann kommen die Richtigen dazu.
Nur ich weiß, was mir guttut.
Wenn ich mir selbst zuhöre.
P.S. Seit Eloy über die Regenbogenbrücke gegangen ist, sind Django und ich allein unterwegs. Django erinnert mich zuverlässig daran, bei mir zu bleiben und im Jetzt anzukommen. Ein Blick genügt.
© Manuela Engel-Dahan
Waldphilosophin und Krisenwandlerin
Beraterin für Verkaufsförderung mit GEO/screen
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