17. Dezember 2025

ICH FORDERE FRIEDENSRHETORIK

Wir zünden Kerzen an und torpedieren die Herzen mit Angst.

ICH FORDERE FRIEDENSRHETORIK

Heute wurde das vierte Licht von Chanukka entzündet. Am Sonntag brennt die vierte Adventskerze.

Wie viele Lichter müssen wir noch anzünden, bis wir begreifen: Licht ist zum Teilen da. Liebe auch. Liebe ist Licht.

Ich rufe es aus:
Es ist Zeit für eine Sprache der Verständigung.

Ich sehe, wie Krieg in der Rhetorik benutzt wird. Wie Worte drastisch werden, um zu erschrecken, aufzuschrecken, abzuschrecken, zu erschüttern.

Und ich sehe etwas anderes.
Angst wird wie ein dressiertes Raubtier durch die Manege geführt. Vor die Augen der Menschen. Runde um Runde.

Ich frage mich, ob die Auswirkungen wirklich bedacht werden. Oder ob es am Ende nur um Reizung geht: um Klicks, um Aufmerksamkeit, um den Aufschrei der Leserschaft oder Wahlberechtigten.

Ich fordere von Politik und Medien den Mut zur Diplomatie.
Ich fordere zukunftsorientiertes Fühlen, Denken, Reden und Handeln.
Worte sollen Wege zum Frieden ebnen.
Wahre Stärke zeigt sich am Verhandlungstisch.

Kann man Krieg mit Angst rechtfertigen?

Oder müsste Angst nicht genau das Gegenteil bewirken: den entschlossenen Willen, Frieden mit aller Kraft und auch mit Zugeständnissen herbeizuführen.

Am Ende eines Krieges wird verhandelt. Es werden Güter verteilt, Zuständigkeiten geregelt, Sicherheiten neu geordnet.

Warum stellen die Verantwortlichen den Verhandlungstisch nicht früher auf.
Halten ihn aus.
Bleiben sitzen, bis eine Lösung für alle passt.
Statt davonzurennen, sobald es schwierig wird, und die Welt, damit uns und unsere Kinder, wieder ins Geschrei und in explodierende Granaten zu schicken.
Und mit jedem Kind, das sein Leben lässt, stirbt eine Mutter mit.

Wäre das nicht zeitgerechte Diplomatie, die Friedensorientierung als oberstes Ziel in ihrer Agenda trägt. Eine Friedensorientierung, die länger reicht als ein Mittag- oder Abendessen.

Wenn Angst als Argument dient, reicht dann nicht der Blick in die Geschichte. Reichen die Opfer der Weltkriege nicht?

Wie viele Menschen sollen noch im Krieg ihr Leben lassen.

Und jetzt kurz vor Weihnachten: Jesus sprach: „Selig sind die Friedensstifter.“

Was würden wir ihn heute fragen. Und würden wir seine Antwort wirklich leben oder hätten wir Angst davor.

Ich rufe zur Vernunft und zur Besonnenheit auf. Für Licht. Für Liebe. Für Menschlichkeit. Für Frieden.


© Manuela Engel-Dahan
Schriftstellerin und Waldphilosophin
Krisenwandlerin für mehr Vertrauen und Leichtigkeit im Leben

#Friedensrhetorik #LichtUndLiebe #Menschlichkeit #Diplomatie #Deeskalation #Verständigung #Frieden #Chanukka #Advent #Friedensstifter #Besonnenheit

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Rezension
Buchbesprechung von Gerhard Charles Rump (postume Veröffentlichung, 08.08.2020) zu Freigeistige Waldgedanken – Band 1.
Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.
— Gerhard Charles Rump (1947–2020), Kunsthistoriker und -theoretiker mit Schwerpunkt zeitgenössische Kunst; Privatdozent an der TU Berlin, Kurator, Galerist und Fotokünstler.
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