„Nimm nicht alles persönlich,
du isst ja auch nicht jeden Pilz,
der im Wald wächst.“
Auszug aus Freigeistige Waldgedanken
Meinungsfreiheit heißt auch,
ich entscheide selbst,
welche Meinung ich mir anhöre.
Denn manchmal tut bereits Zuhören weh.
Und auch das darf ich ernst nehmen.
Ich darf wählen,
welche Worte ich in meinen inneren Raum lasse.
Ich darf spüren,
wann Abstand mir guttut.
Ich darf Distanz schaffen.
Ich darf zur Seite treten.
Ich darf den Ball ins Aus gehen lassen.
Manche Gedanken gehören zu anderen Menschen.
Manche Haltungen zu anderen Leben.
Manche Diskussionen dürfen an mir vorbeiziehen.
Jedem seine Meinung.
Und mir meine Distanz.
Das ist meine Meinungsfreiheit:
ruhig bleiben,
bei mir bleiben,
mich innerlich sammeln
und meiner eigenen Meinung folgen.
Ich darf sagen:
Das gehört zu dir.
Ich bleibe bei mir.
Ich wähle meinen Frieden.
Meinungsfreiheit beginnt auch dort,
wo ich frei entscheide,
was ich aufnehme
und was ich weiterziehen lasse.
Ich bin so frei,
ich nehme mich raus.
© Manuela Engel-Dahan
WaldPhilosophin und Krisenwandlerin
Impulsgeberin für Mensch und Wirtschaft
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Mehr zur Woche der Meinungsfreiheit:
https://förderkreis-literatur.de/woche-der-meinungsfreiheit-2026/
Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.