Ein herrlicher Morgen im Wald.
Und weil ich mich über die emsigen Bläser im Wald gewundert habe,
will ich nun das Werk wenigstens auch selbst genießen,
bevor am 1. April die Mountainbiker das Feld für sich erobern.
Es ist einfach herrlich,
und man kann fast neidisch werden,
dass ab nächster Woche hier nur noch die Räder entlangdürfen.
Es ist wirklich ein wunderbares Wegenetz.
Ich fühle mich wie auf einem schmalen Gipfelpfad
und genieße die Aussicht,
hinauf in den tieferen Wald
und hinunter ins Tal mit den Wiesen, die sich nur erahnen lassen.
Es ist eine abwechslungsreiche Wegführung,
und immer wieder darf ich neu wählen.
Nehme ich die steilen, mit Steinen geformten Sprungschanzen
oder bleibe ich lieber sicher auf dem geraden Pfad?
Und doch muss ich aufpassen,
denn die vielen freigelegten Wurzeln lassen mich leicht stolpern.
Gleichzeitig laden sie meine Gedanken ein, auf Reisen zu gehen,
und plötzlich lese ich in ihnen Geschichten und Botschaften.
Vielleicht haben diese Wurzeln hier Nachrichten hinterlassen
oder auch vorausgeschickt.
„Warte, Bruder. Sei sicher, Schwester. Ich komme rüber zu dir
und werde auch dich mit kostbarem Nektar versorgen.
Du musst hier nicht allein stehen und verdursten.
Lass uns gemeinsam auf den Frühling anstoßen.“
Ob sich der Vogel über mir gerade lustig macht
über meine Gedanken
und über die Schriftzeichen am Boden,
die ich wahrnehme.
Wenn ja, dann wäre auch das ein Wunder,
denn dann hätte er meine Gedanken gelesen.
Und was sagt Django dazu?
Er braucht nicht mal Runen,
um zu lesen,
was war und was geschehen wird.
Von ihm will ich lernen.
Und sofort kommt mir ein Impuls
für die Menschen,
die sich immer wieder neue Kurse ausdenken:
Es sollte nicht „Waldbaden mit Hund“ heißen,
sondern „Waldlesen mit Hund“.
Gerade heute hat Django ein Bad genommen.
Oh ja.
Und wie und vor allem worin,
das wollt ihr lieber nicht wissen.
© Manuela Engel-Dahan
Waldphilosophin und Krisenwandlerin
Impulsgeberin für Mensch und Wirtschaft
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#FormYourWorld
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Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.