Da schau ich mir diese Mohnblume an,
sie wächst und blüht,
hat sich aus dem Straßenpflaster herausgeschoben,
interessiert sich nicht dafür,
dass das doch eigentlich nicht möglich ist.
Zu wenig Erde,
zu wenig Wasser,
zu viel Stein,
und doch hat sie es geschafft.
Dann ist doch vieles möglich.
Vielleicht sogar mehr, als wir denken.
Vielleicht ist auch alles gut, so wie es ist.
Alles und jeder Mensch hat seinen Platz
und kann so wirken, wie es sein soll.
Vielleicht ist gerade das der Punkt.
Vielleicht ist alles, was nicht funktioniert,
manchmal nur dazu da, zu zeigen,
dass es trotzdem geht.
Vielleicht braucht nicht jeder Mensch
die gleichen Bedingungen,
sondern nur diesen einen Moment,
in dem er sich selbst wieder glaubt.
Dann darf auch jeder wachsen,
auf seine eigene Weise.
Denn das Leben findet seinen Weg,
auch dann, wenn andere meinen,
sie wüssten, wie Wachstum geht.
Die Umstände sind doch immer neu,
immer verändert,
immer anders als gedacht.
Heute ist der längste Tag,
sehr heiß dazu.
Vielleicht braucht es immer auch Extreme,
damit man das Gemäßigte wieder mehr wertschätzen kann.
Der Mohn leuchtet mich an und sagt mir:
So, wie es gut ist für dich,
so darf es sein.
© Manuela Engel-Dahan
Waldphilosophin und Krisenwandlerin
Impulsgeberin für Mensch und Wirtschaft
#FormYourWorld
#FreigeistigeWaldgedanken
#Durchsetzungskraft
Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.