Da stehe ich wieder zwischen den Bäumen.
Die Wege hier kennen keine Eile.
Sie sind nicht perfekt.
Manche enden im Nichts.
Manche führen nur Umwege.
Und doch: Ich komme immer irgendwo an.
Es gab Zeiten,
da wollte ich unbedingt etwas,
habe mit aller Kraft gekämpft und Unmögliches erreicht.
Und dann kam die Zeit,
da hat es nicht mehr geklappt.
Sich nichts gefügt und
ich weiß jetzt,
ich habe eine Botschaft erhalten.
Es ist zum Schutz, das weiß ich heute:
Manches steckt Gnade im Tarnmantel.
Nicht jeder Wunsch ist ein Segen.
Nicht jede versäumte Chance ein Verlust.
Nicht jede unglückliche Handlung nur schlimm.
Der Wald hat mir geflüstert:
Was dich nicht erreicht hat,
hat dich vielleicht beschützt.
Vor mehr Schmerz, vor neuen Irrwegen,
vor dir selbst, deinem Aktivismus im falschen Moment.
Vielleicht ist das die tiefste Form der Führung,
wenn das Leben nicht antwortet,
weil es dich bewahrt.
Dann ist nicht der Mangel die Lehre,
sondern das Vertrauen.
Verzögerung ist kein Versagen.
Sie ist Vorbereitung.
Auf das, was wahrhaft zu dir gehört.
Und so wächst in mir etwas Neues:
Freude auf das, was kommt.
Dankbarkeit für das, was nicht kam.
Und Frieden mit dem,
was ich einst vermisste.
Und was ich noch teilen möchte:
In den letzten Monaten habe ich mir angewöhnt,
wieder in der Bibel nach Antworten zu suchen.
Sie ist ein Schatz an Erinnerungen daran,
dass wir getragen sind, auch im Zweifel.
Sie hilft, das Leben anzuerkennen.
Anzunehmen, was da ist.
Und daraus etwas Gutes wachsen zu lassen.
Blauäugig? Naiv? Kindisch?
Denn wem nützt es,
wenn wir aufhören zu hoffen?
Wem schadet es,
wenn wir das Licht sehen wollen?
Und wer sollte sich daran stören,
wenn ich dem Guten meine Aufmerksamkeit schenke?
Dann wird mir leichter ums Herz.
Dann tragen mich meine Schritte beschwingter durchs Leben.
Nicht, weil es einfach ist, wenn etwas nicht gelingt,
sondern weil ich mich entscheide,
dem Leben in allem wohlwollend zu begegnen.
Mit frohem Mut und einer "kindlichen" Erwartung,
dass noch nicht alle Geschenke geöffnet sind.
Und mit einem Herzen, das an das Gute glaubt,
was auch immer geschieht.
„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben,
alle Dinge zum Besten dienen.“
Römer 8,28
Im MUTmachSALON teilen wir solche Erkenntnisse.
Heilsame Gedanken. Ehrliche Geschichten.
Und stille Hoffnung, die lauter ist als jede Angst.
Dienstags & Mittwochs in Bad Orb, Beginn 18 Uhr
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Manuela Engel-Dahan
WaldPhilosophin | Entspannungstrainerin | Stress- und Burnout-Coach
Im Wald gefühlt. Ins Leben geschrieben.
Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.