Die Worte von Walter Kohl auf dem 3. Altenstädter Präventionstages haben mich erschüttert. Besonders als er erzählt hat, was ihm in seinem Leben widerfahren ist, als Kind eines Politikers.
Es hat sich angefühlt, wie eine Gnade, diesen Mann gestern sprechen zu hören. Er teilte seine Ängste, Befürchtungen, Taten und Erkenntnisse mit uns. Dabei nahm er kein Blatt vor den Mund, bezog die Anwesenden mit ein in die Reise seines Lebens.
Es geht um die Bereitschaft, auch Themen anzusprechen, für die man weder Worte des Trostes, noch Worte der Erklärung hat. SUIZID.
Erst wenn wir als Gesellschaft bereit sind, auch die Themen anzusprechen, die uns Angst machen, dann können wir die Schleier heben, um das Licht einzulassen.
Es braucht keine Antworten, es braucht keine Lösungen, manchmal braucht es nur einen Menschen, der fragt: „Was bedrückt dich? Bitte erzähle es mir. Ich bin da.“ Ohne Wertung und ohne gute Ratschläge.
Ein offenes Ohr für jemanden, der sich mental in einem Tunnel oder Raum ohne Ausgang befindet und vielleicht glaubt, sich nur dann vom Schmerz zu befreien, wenn er sich selbst verabschiedet.
Ein Mensch, der zuhört, kann wie ein kleines Licht sein, das die ersten Lichtstrahlen einlässt, damit die Seele spürt: Da ist doch Licht, ja, ich will leben, trotz allem, was mich plagt.
Wer reden möchte,
Ich bin da. Freitags von 19 bis 20 Uhr. Mein offenes Ohr. Keine Fragen. Keine Kosten.
Du rufst mich zur gebuchten Zeit an und erhältst die Telefon-Nummer.
Manuela Engel-Dahan
im Auftrag von Form Your World e.V.
WaldPhilosophin | Entspannungstrainerin | Stress- und Burnout-Coach
Im Wald gefühlt. Ins Leben geschrieben.
Die Sprache entschleunigt – im langsamen Begreifen gelangen die Dinge zur Klarheit. Manchmal erinnert die Diktion an die oft unterschätzten Gedichte Friedrich Nietzsches bewusstes Staunen statt Hast. Die Texte entschleunigen und führen vom persönlichen Erleben zu allgemein gültigen Einsichten.