07. Juli 2020

Ein Stein ist ein Stein

Ich denke, kein Herz ist aus Stein.

Wohin das Auge schaut: Steine ...
In rauhen und glatten Mengen,
in allen Farbschattierungen der
weiß, beige, grau, schwarz-Skala,
mit Ecken und Kanten,
mit dicken Bäuchen,
andere rank und schlank und
ungezählte pechschwarze
Schönheiten wirken wie perforiert,
liegen entspannt inmitten
dieser Formierungen und tragen
ihr „Natur-Piercing“
regungslos zur Schau.
Wassernahe Exemplare
hat Mutter Natur mit
grünem Seetang und Moos dekoriert,
umherstolzierende Möwen verzieren
ungeniert mit scharfer Harnsäure,
spritzen ziellos und abstrakt
Muster ins Steinmeer.

Einst gehörte wohl
dieses Steinreich zur Erdkruste,
zu großen Felsstrukturen,
die Gezeiten und Klimaereignisse
oder andere unbekannte Geschehnisse
haben sie vereinzelt,
sie aus dem Verbund
herausgerissen oder -gesprengt
oder vielleicht hatten sie
sich einst mutig oder
eher kraftlos losgelöst,
weil der Zusammenhang fehlte,
wurden dann von tosenden Wellen
ans Ufer geschmissen,
andere sachte mit
rhythmischer Wasserkraft
an Land gespült.

Schöpfungsnah und manche
klatschnass liegen sie jetzt
dem Ozean zu Füßen und
lassen sich ein ums andere Mal
sanft glattpolieren oder,
wenn das Meer sich räuspert
und hustet oder spuckt,
mit klatschender Wassermassage
scharfe Kanten um Kante abschleifen.

Hat sich die Natur
Skulpturen gemeiselt oder
liegen sich hier Steindenkmäler
in den Armen?
Ruht da ein versteinerter Delphin oder
ist das dort ein Stein der Weisen,
war das da drüben einst
glühendheißer Vulkanspeichel?

Ist ein Stein nur ein Stein,
kompaktes Material aus Sand,
Mineral, Gestein oder mehr ...

Sind es Steine des Anstoßes,
ein Herz aus Stein oder
fällt mir jetzt ein Stein herunter,
um meine Gedanken ins Rollen zu bringen?

Wer wirft den ersten Stein,
niemand, ein Stein ist ein Stein,
erst das Hirn formt
Geschichten und Taten daraus ...

So sitze ich still
in diesem herrlichen Steinreich,
inmitten dieser stummen Zeitzeugen und
lasse es auf mich wirken,
die Gedanken fliegen im Wind und
ich atme diese herrlichen Strandduft,
das Meer tanzt mir was vor
mit rauschenden Wogen.

Eine stimulierende Komposition,
einfach Sein. Einfach schön,
ich fühle mich mehr als steinreich ❣️

© Manuela Engel-Dahan

#gesunderMenschenverstand
#MutmachSalon
#schafftdieAngstab
#FormYourWorld
#Zukunftistjetzt
#MittelstandmachtdenMundauf
#MittelstandlebtZukunft
#AlexmeetsKopernikus
#mitLiebeaufweichen
#LockYourWorld
#FrequenzMalerei
#FreigeistigeWaldgedanken

Mein Gedanken aus 2019 stehen in Band 1 „Freigeistige Waldgedanken“
zu erwerben überall im Buchhandel oder online z.B. auch bei

www.hugendubel.info/detail/ISBN-9783958282223/Engel-Dahan-Manuela/Freigeistige-Waldgedanken

Weitere Blogs