08. August 2021

Ausnahme-Regelung

Lass doch die Ausnahmen in Ruhe sein ...

Wie weit sind wir gekommen?
Wer nimmt sich heraus,
Ausnahmen zu definieren oder
gar zu bestrafen?
Selbstjustiz,
die Ausnahmen der Regel?

Der rechte Weg,
wo ist er?
Siehst du ihn,
den rechten Weg?

Niemand weiß,
was du siehst,
niemand spürt,
was du fühlst,
kein Mensch hört
die Stimmen in deinem Kopf.

Weißt du,
was Schwester oder
dein Bruder denken?

Jeder Mensch
kann nur mit seinem Wissen,
seinen Sinnen und
seinen Erwartungen empfinden,
jedes Urteil kann
nur scheinbar objektiv sein.

Wir haben uns die Welt
mit Rastern und Tabellen erklärt
und dann einen
wichtigen Satz formuliert,
der die Regeln stützen soll:

„Ausnahmen bestätigen die Regel“.

Wäre nicht alles anders,
wenn Ausnahmen auch
anerkannt wären,
dadurch,
dass man sie
nicht mehr benennt?

Ja, die Gesellschaft bemüht sich,
erdenkt neue Regelwerke,
baut doch wieder nur
neue Schubladen,
die letztlich auch wieder
irgendwen oder -was
stempeln oder ausgrenzen …

Vielleicht wäre
ein Anfang gemacht,
wenn wir erkennen,
dass uns Schubladen, Raster,
Statistiken oder andere
starren Regelwerke
weltlichen oder religiösen
Ursprungs,
zwar scheinbar zu
funktionierenden „menschlichen Bauteilen“ machen,
doch womöglich der Erhaltung
eines gefühllosen oder gar
schöpfungsverachtenden Systems dienen ...

… deren „Ausnahmen“
dann Menschen sind,
denen medizinische oder juristische
Unterstützung anheim gestellt wird oder werden muss,
damit nicht alles ins Wanken kommt?

Weil Menschen, die,
wenn sie fein und empfindsam sind,
dazu neigen,
sich selbst zu strafen
oder zu verletzen,

oder
Menschen, die,
wenn ihnen Empathie fehlt,
außen massive Zeichen setzen und
andere für deren Anderssein
bestrafen wollen.

Im „günstigen Fall“ nur verbal,
andernfalls durch körperliche Gewalt,
manchmal gar tödlich
wobei im ersten Fall (verbal)
manch böses Wort schon den
betroffenen Mitmenschen
in den Freitod getrieben hat …

Kann solches Leid
verhindert werden?

Sind wir auf dem rechten Weg?
Wie wollen wir leben?

Erst,
wenn Anderssein oder
Abweichen von der Regel,
nicht mehr besprochen und
neu geregelt wird,
dann sind wir auf einem gesellschaftlichen Weg,
der Heilung von innen bewirken kann,
weil er Achtung von außen bringt.

Wenn ein Mensch
sich geachtet fühlt,
kann er sich wahrhaft selbst lieben.

Vielleicht sollten wir aufhören
von Selbstliebe zu sprechen
und mehr von Anerkennung dessen,
was ist und jedem das Recht
auf „seinen eigenen rechten Weg“ lassen!
 
Ich wünsche mir das,
für jeden die Freiheit des Geistes und
die Anerkennung der Gefühle.

Und bei mir fang ich an,
lasse mich und
meine Mitmenschen frei.

Möge uns heute viel Licht
in Herz und Seele scheinen,
die Sonne ist immer da,
selbst bei scheinbarer Dunkelheit.

© Manuela Engel-Dahan

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